Anlässlich der heutigen Anhörung im Düsseldorfer Landtag zum Thema 'Evaluierung des Gesetzes zur Regelung der Ladenöffnungszeiten' erklärt der Vorsitzende der DGB Region Ruhr Mark Michael Hermund: „Das 'Gesetz zur Regelung der Ladenöffnungszeiten', das 2006 von der schwarz-gelben NRW-Landesregierung verabschiedet wurde, hat für eine geradezu inflationäre Zunahme verkaufsoffener Sonntage gesorgt.
Am heutigen Mittwoch (11.01.2012) haben einige Akteure in Bochum das Netzwerk „Fachkräftesicherung Region Mittleres Ruhrgebiet" vorgestellt. Mit dem Programm unterstützt das Land NRW Aktivitäten zur Qualifizierung vor Ort. Der DGB weist jedoch auf die desolate Situation auf dem Ausbildungsmarkt hin.
Die schrittweise Einführung der Rente mit 67 Jahren stößt weiterhin auf deutliche Kritik bei den Gewerkschaften. In Bochum, so der DGB, sind fast 30 % der Erwerbslosen zwischen 50 und 65 Jahre alt. Im Märkischen Kreis ist jeder Dritte der Erwerbslosen zwischen 50 und 65 Jahren. Iin Herne sind es über 25 %.
Der Deutsche Gewerkschaftsbund in Hagen begrüßt die Beschlussfassung zum Tariftreuegesetz der NRW-Minderheitsregierung aus SPD und Grünen mit Unterstützung der Fraktion der Linken ausdrücklich. Für Jochen Marquardt vom DGB bleibt zwar ein Wermutstropfen, da es erst ab einem Auftragsvolumen von 20.000 € gilt.
Die aktuelle Frauenerwerbsquote in Bochum bleibt mit 70,7 % deutlich hinter der männlichen Erwerbsbeteiligung (82,7 %) zurück. Die Zahlen der atypischen Beschäftigungen von Frauen sind mit 66,5 % doppelt so hoch wie bei den Männern (33,5 %). „Immer mehr Frauen erleben, wie ihre Arbeitsplätze in immer kleinere Portionen aufgeteilt werden. Gerade in Berufen, die überwiegend von Frauen ausgeübt werden, boomen Teilzeit-, Midi- und Minijobs, " kommentiert DGB Regionsvorsitzender Michael Hermund die aktuelle Entwicklung.
Auch der DGB freut sich über den Zuwachs an Ausbildungsplätzen in der Region. Die prozentuale Erhöhung reiche aber keineswegs aus, um allen Jugendlichen eine berufliche Perspektive zu eröffnen. „Hier muss noch dringend nachgelegt werden," so DGB Regionsvorsitzender Michael Hermund. „Immer noch fehlen im Ennepe Ruhr Kreis rund 500 Plätze. Vor allem brauchen wir erheblich mehr betriebliche Ausbildungsplätze. Viele Unternehmen scheinen lieber öffentlich über einen Fachkräftemangel zu jammern, als in den Betrieben die notwendigen Lehrstellen einzurichten."
Die DGB Jugend NRW setzt mit ihrem Seminarangebot 2012 ein deutliches Zeichen gegen Rechts. In ihrem jetzt erschienenen Programm bilden Workshops rund um das Thema Rassismus und Rechtspopulismus den Schwerpunkt. „Wir wollen mit unseren Seminaren menschenverachtenden Ideologien entgegenwirken", erklärt Tim Ackermann, Jugendbildungsreferent des DGB in der Region Ruhr-Mark.